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Der Schlieperblock

Der in Iserlohn nicht unumstrittene sogenannte "Schlieper-Block" wurde auf Betreiben von Peter Treudt bereits im Jahr 2010 unter Denkmalschutz gestellt und so vor dem Abriss bewahrt. Der nach der Schlieper-Straße (heute Ankerstraße) benannte Wohnkomplex wurde in 3 Bauabschnitten ab 1928 durch die Stadt Iserlohn errichtet. Er sollte in Not geratenen und wohnungslos gewordenen Familien als Unterkunft dienen, die zuvor in städtischen Notquartieren (unter anderem einer ehemaligen Reithalle an der Baarstraße) untergebracht waren.

Anders als viele in dieser Zeit entstandene Siedlungen orientierte sich der zuständige Architekt am "Neuen Bauen", die Vorbilder sind in Dessau und Frankfurt zu sehen.

Allerdings geriet die Siedlung von Beginn an als sozialer Brennpunkt in Iserlohn in Verruf, zu Zeiten des 3. Reichs nicht zuletzt, weil hier viele KPD und SPD Anhänger wohnten.


Auch nach dem Krieg, mittlerweile im Besitz der IGW, blieben Erhaltungsmaßnahmen weitgehend aus, der Komplex verwahrloste zusehends und manifestierte den Ruf des Schlieper-Blocks.

Hier ein paar Quellen und Dokumente zum Bau und zum gesellschaftlichen Hintergrund der Arbeitersiedlung aus den 1920er Jahren. 

- Der Architekt Theodor Hennemann und der Zusammenhang zum Schlieperblock

- Vergleich Schlieperblock - Berlin-Karlshorst - Frankfurt-Römerstadt

- Die Wohnungssituation gegen Ende der Weimarer Republik

- Die politische Situation in Iserlohn ab 1929

- Widerstand gegen die Nazis von den Bewohnern des Schlieperblocks

 

 

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